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Wie klappt die Faltrad-Mitnahme in Bahn, ICE und Bus reibungslos?

Vom Bahnsteig bis ins Gepäckregal: Wann Sie Ihr Klapprad falten sollten, welche Regeln im Fern- und Nahverkehr gelten und wie Sie das Paket sicher verstauen.

Von Veröffentlicht am 9 Min. Lesezeit

Zusammengeklapptes Faltrad steht abfahrbereit neben einem Koffer auf dem Bahnsteig vor einem einlaufenden Zug
Zusammengeklappt gilt das Faltrad bei der Deutschen Bahn als kostenloses Handgepäck und braucht weder Ticket noch Reservierung.

Kurz gesagt

Ein zusammengeklapptes Faltrad gilt bei der Deutschen Bahn – sowohl im Regionalverkehr mit Deutschlandticket als auch im ICE und IC – als kostenloses Handgepäck. Sie benötigen dafür weder eine Fahrradkarte noch eine Stellplatzreservierung, solange das Rad vor dem Einsteigen gefaltet und im Zug sicher in Gepäckregalen, unter den Sitzen oder über dem Platz verstaut wird.

  • Zusammengeklappte Falträder reisen im Fern- und Nahverkehr der Deutschen Bahn kostenfrei als Handgepäck mit.
  • Mit dem Deutschlandticket sparen Sie sich durch den Faltmechanismus bundesweit separate Fahrradkarten und Sperrzeiten.
  • Falten Sie das Rad immer schon am Bahnsteig oder an der Bushaltestelle, bevor der Zug oder Linienbus einfährt.
  • Im ICE müssen Gänge, Türen und Sicherheitseinrichtungen wie Feuerlöscher zwingend frei bleiben.
  • Eine Schutzhülle oder ein Spanngurt schützt Mitreisende vor Schmutz an der Kette und sichert das Rad in den Ablagen.

Was Sie für die Fahrt brauchen und wann der richtige Zeitpunkt zum Falten ist

Wer regelmäßig mit dem Rad und öffentlichen Verkehrsmitteln pendelt, kennt das Problem: In vielen Regionen kostet die Fahrradmitnahme im Nahverkehr extra, und im Fernverkehr sind die wenigen Stellplätze oft Wochen im Voraus ausgebucht. Ein kompaktes Faltmaß löst dieses Problem, sofern Sie den richtigen Zeitpunkt abpassen. Der entscheidende Moment ist vor dem Einsteigen am Gleis oder an der Haltestelle. Wer erst im engen Türbereich von S-Bahn, ICE oder Bus versucht, Scharniere zu lösen und die Sattelstütze einzuschieben, blockiert den Einstieg und zieht unweigerlich den Unmut des Zugpersonals und anderer Fahrgäste auf sich.

Laut den Beförderungsbedingungen der Deutschen Bahn ist eine Verpackung für zusammengeklappte Falträder im Zug zwar nicht zwingend vorgeschrieben, sie empfiehlt jedoch ausdrücklich eine Tasche oder mitgebrachte Spanngurte, vor allem wenn das Rad in der Ablage über dem Sitzplatz oder zwischen anderen Koffern liegt. In manchen regionalen Verkehrsverbünden sowie in vielen Linienbussen schützen Hüllen zudem zuverlässig davor, dass das Fahrpersonal die Mitnahme wegen verschmutzter Ketten oder nasser Reifen verweigert. Einen Überblick über verschiedene Bauformen finden Sie in unserem Vergleich zu Transporttaschen für 16- und 24-Zoll-Falträder.

Faltbare Fahrradtragetasche für 16 bis 20 Zoll

Geeignet für: Pendler mit 16- oder 20-Zoll-Rädern, die eine leichte Hülle für ICE und Linienbus suchen.

Diese faltbare Tragetasche dient dazu, 16- und 20-Zoll-Falträder vor dem Einsteigen komplett zu verhüllen, um Kleidung und fremde Koffer im Gepäckregal vor Kettenschmiere zu schützen.

  • Passend für gängige Laufradgrößen von 16 bis 20 Zoll
  • Kompakt zusammenfaltbar, wenn das Rad gefahren wird
  • Tragegurte erleichtern das Heben über hohe Zugstufen
  • Ungepolstertes Gewebe schützt nicht vor harten Stößen durch schwere Koffer
  • Kein Rollensystem zum Ziehen auf langen Umsteigewegen
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Wasserdichte Faltrad-Reisetasche aus 1680D Oxford

Geeignet für: Reisende im Fernverkehr, die ihr Faltrad zwischen schweren Hartschalenkoffern im Gepäckregal verstauen.

Für längere Bahnreisen im Fernverkehr schützt diese Tasche aus dichtem 1680D-Gewebe sowohl das gefaltete Rad als auch das umliegende Gepäck vor Nässe und Schmutz.

  • Widerstandsfähiges 1680D-Oxford-Material gegen scharfkantige Pedale
  • Wasserdichte Ausführung hält Regenwasser vom Abteilboden fern
  • Durch das dickere Material im gefalteten Zustand schwerer und sperriger am Rad
  • Ohne genaues Nachmessen bei sehr langen Rahmen unter Umständen knapp
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Wasserdichte Transporttasche für 20- bis 22-Zoll-Falträder

Geeignet für: Fahrer größerer 20- und 22-Zoll-Falträder, bei denen Standardhüllen zu eng sitzen.

Speziell für größere Kompakträder mit 20 bis 22 Zoll konzipiert, umschließt diese Aufbewahrungstasche das gefaltete Paket beim Transport im Zug oder Kofferraum.

  • Ausgelegt auf die größeren Packmaße von 20- bis 22-Zoll-Modellen
  • Wasserdichte Hülle verhindert abtropfendes Schmutzwasser bei Regenfahrten
  • Für sehr kleine 16-Zoll-Faltpakete zu großzügig geschnitten
  • Muss vollständig getragen werden, da keine Trolley-Rollen verbaut sind
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Regeln und Kapazitäten bei der Deutschen Bahn im Vergleich: Normales Fahrrad vs. Faltrad (Werte nach Stiftung Warentest und Deutsche Bahn)
Kriterium / ZugtypNormales Fahrrad (ungefaltet)Faltrad (zusammengeklappt)
Kosten im Fernverkehr (ICE / IC)Fahrradkarte in der Regel 8 bis 15 EuroKostenfrei (gilt als Handgepäck)
Reservierungspflicht FernverkehrZwingend erforderlichKeine Reservierung nötig
Mitnahme im ICE 1 bis 3 (ältere Flotte)Nicht möglich (0 Stellplätze)Möglich in Gepäckregalen und Ablagen
Stellplätze ICE 4, ICE 3neo und ICE LMaximal 8 Stellplätze pro ZugUnabhängig von Fahrradstellplätzen
Stellplätze ICE T / IC-2-Doppelstock3 Stellplätze (ICE T) bzw. bis zu 9 (IC 2)Unabhängig von Fahrradstellplätzen
Nahverkehr (RE, RB, S-Bahn)Je nach Verbund kostenpflichtig, nur bei PlatzBundesweit kostenfrei als Handgepäck

Schritt für Schritt: So klappt die Faltrad-Mitnahme in Bahn, ICE und Bus

Vom Bahnsteig bis zum Sitzplatz in fünf Schritten

  1. Anbauteile und Taschen vorab abnehmen

    Nehmen Sie vor dem Einfahren des Zuges sperrige Taschen vom Gepäckträger oder Lenker ab, sofern diese den Faltmechanismus blockieren. Wenn Sie eine Rucksack-Gepäckträgertasche richtig packen und auf dem Rücken tragen, haben Sie beide Hände für das Faltrad frei.

  2. Rad auf dem Bahnsteig vollständig falten

    Klappen Sie Rahmen, Lenksäule und gegebenenfalls die Pedale komplett ein und schieben Sie die Sattelstütze ganz nach unten, sodass diese das Paket verriegelt. Achten Sie darauf, dass sich die Hälften beim Anheben nicht von selbst öffnen.

  3. Schutzhülle überziehen oder Gurt anlegen

    Stülpen Sie bei Schmuddelwetter oder für die Fahrt im Linienbus eine Überwurfhülle über das Rad oder legen Sie es in die Transporttasche. Für das Einsteigen über steile Stufen hilft alternativ ein Fahrrad-Tragegurt für Faltrad und E-Bike, um das Gewicht über der Schulter zu verteilen.

  4. Gezielt einsteigen und Stauort wählen

    Steigen Sie im ICE möglichst an Wagen mit großen Gepäckregalen oder im Nahverkehr im Mehrzweckbereich ein. Nutzen Sie die bodennahen Fächer der Gepäckracks, den Platz zwischen zwei Rücken-an-Rücken-Sitzen oder den Raum unter dem Sitz.

  5. Paket gegen Verrutschen sichern

    Prüfen Sie den festen Stand. Wenn Sie ein sehr kompaktes Rad in die Überkopfablage heben, sichern Sie es laut Empfehlung der Deutschen Bahn vorsichtig mit einem mitgebrachten Spanngurt zwischen anderen Gepäckstücken.

Sonderfälle und Varianten: Deutschlandticket, Radgrößen und Linienbus

Im Pendleralltag tauchen je nach Verkehrsmittel und Radgröße unterschiedliche Detailfragen auf. Während ein 16-Zoll-Rad fast überall unbemerkt verschwindet, müssen Sie bei größeren Laufrädern genauer hinschauen.

Warum die Faltrad-Mitnahme mit dem Deutschlandticket kostenlos ist

Das Deutschlandticket gilt zwar bundesweit im Nahverkehr, beinhaltet aber grundsätzlich keine kostenlose Fahrradmitnahme. Wer ein normales Rad mitnimmt, muss je nach Bundesland und Verkehrsverbund eine separate Fahrradkarte lösen und morgendliche Sperrzeiten im Berufsverkehr beachten. Sobald Sie Ihr Faltrad vor dem Einsteigen zusammenklappen, ändert sich dessen rechtlicher Status: Es gilt in den Tarifbestimmungen nicht mehr als Fahrrad, sondern als Handgepäck (Sachen). Da Handgepäck beim Deutschlandticket kostenfrei mitreist, sparen Sie dauerhaft das Zusatzticket und dürfen auch während der Hauptverkehrszeiten in volle S- und U-Bahnen einsteigen.

16 Zoll vs. 20 und 24 Zoll im ICE: Wo passt welches Rad?

Eine feste Zoll-Obergrenze nennt die Deutsche Bahn in ihren Regeln für Falträder nicht; entscheidend ist allein, dass das Rad zusammengeklappt ist und sich wie Gepäck unterbringen lässt. In den verschiedenen ICE-Baureihen wirkt sich die Laufradgröße dennoch deutlich auf die Platzwahl aus:

  • 16-Zoll-Falträder: Modelle dieser Klasse passen meist problemlos in die unteren und mittleren Fächer der Gepäckregale, zwischen die Sitzlehnen von Doppelsitzen oder – mit Tasche bzw. Spanngurt gesichert – in die Überkopfablage.
  • 20-Zoll-Falträder: Für die Überkopfablage im ICE sind 20-Zoll-Räder in der Regel zu tief und zu schwer. Nutzen Sie hier die bodennahen Fächer der Gepäckregale am Wagenende oder den Mehrzweckbereich.
  • 24-Zoll-Falträder und E-Klappräder: Wegen des größeren Faltmaßes und des höheren Gewichts gehören diese Räder auf den Boden der Gepäckregale. Eine schlichte Schutzhülle beugt Diskussionen mit dem Bordpersonal vor, da das Paket auf den ersten Blick als Reisegepäck erkennbar ist.

Besonderheiten im Linienbus und Fernbus

Im städtischen Linienbus entscheidet am Ende das Fahrpersonal über die Sicherheit im Fahrzeug. Stellen Sie das gefaltete Rad im Kinderwagen- und Rollstuhlbereich an die Seitenwand und halten Sie es während der Fahrt fest, damit es in Kurven nicht durch den Gang rutscht. Haben Fahrgäste mit Rollstuhl oder Kinderwagen Vorrang, weichen Sie mit einem 16-Zoll-Rad auf den Fußraum eines freien Doppelsitzes aus. Wenn Sie auf weiten Strecken lieber gar nicht selbst heben möchten, verweist die Stiftung Warentest für Urlaubsreisen auf den Gepäckservice der Bahn (über Hermes für 79 Euro in der Regel binnen drei Werktagen) oder auf regionale Radbusse mit Heckträger.

Nachkontrolle nach dem Aussteigen und Pflege für sauberes Pendeln

Sobald Sie den Zug oder Bus verlassen haben und das Rad auf dem Bahnsteig wieder entfalten, lohnt sich ein kurzer Sicherheits-Check von zehn Sekunden. Durch das Ruckeln im Gepäckregal oder das Anstoßen anderer Koffer können sich Schnellspanner verstellen oder Kabel verhaken. Prüfen Sie vor dem Losfahren diese drei Punkte:

  • Rahmen- und Lenkerscharnier: Sitzen alle Verschlusshebel stramm und sind die Sicherheitsriegel hörbar eingerastet?
  • Bremszüge und Lichtkabel: Laufen alle Leitungen frei, ohne sich beim Zusammenfalten um den Lenkervorbau oder den Frontträgerblock gewickelt zu haben?
  • Steckschutzbleche und Taschen: Hat sich im Gedränge ein Schutzblech verschoben, das nun am Reifen schleift?

Damit Ihr Faltrad im Pendleralltag auch unverpackt in Regionalzügen keine Spuren an der eigenen Bürohose oder an fremden Mänteln hinterlässt, empfiehlt sich anstelle von flüssigem Kettenöl ein trockenes Kettenwachs. Wischen Sie die Kette zudem einmal pro Woche mit einem trockenen Lappen ab. Wenn Sie Ihr Rad im Großraumwagen im Gepäckregal außer Sichtweite abstellen, können Sie außerdem Ihre Fahrradtasche gegen Diebstahl sichern und den gefalteten Rahmen mit einem leichten Kabel- oder Textilschloss am Strebenrohr des Regals anschließen.

Häufige Fragen

Darf ich ein E-Faltrad mit Akku genauso kostenlos in der Deutschen Bahn mitnehmen?

Ja, solange das E-Faltrad vor dem Einsteigen vollständig zusammengeklappt wird und sich wie normales Gepäck verstauen lässt, gilt es ebenfalls als kostenfreies Handgepäck. Beachten Sie jedoch das höhere Gewicht beim Heben über die Zugstufen und verstauen Sie schwere E-Klappräder aus Sicherheitsgründen immer bodennah im Gepäckregal oder Mehrzweckbereich statt in der Überkopfablage.

Was passiert, wenn mein Zug ausfällt und ich für ein ungeklapptes Rad gebucht habe?

Wenn Sie ausnahmsweise einen festen Fahrradstellplatz gebucht haben und der Zug ausfällt, wird die ursprünglich gebuchte Fahrradkarte laut Deutscher Bahn erstattet und Sie können eine neue Reservierung für eine Alternativverbindung buchen. Bei Ihrem Faltrad haben Sie im Störungsfall den großen Vorteil, dass Sie es einfach zusammenklappen und sofort ohne neue Reservierung in jeden beliebigen Ersatzzug oder älteren ICE 1 bis 3 einsteigen dürfen.

Muss das Faltrad im Regionalverkehr zwingend in eine Tasche verpackt werden?

Bei der Deutschen Bahn und in den meisten deutschen Verkehrsverbünden reicht es inzwischen aus, das Faltrad vollständig zusammenzuklappen, ohne es zu verhüllen. Da einzelne Busbetriebe oder Straßenbahnen bei stark verschmutzten Rädern jedoch strenger reagieren können, ist eine leichte Überwurfhülle in der Satteltasche vor allem bei Regenwetter eine sinnvolle Absicherung.

Quellen (2)

  1. Fahrrad auf Reisen: So kommt Ihr Rad ans Ziel, Stiftung Warentest, abgerufen am
  2. Was muss ich bei der Mitnahme von Falträdern beachten?, Deutsche Bahn AG, abgerufen am

Über Redaktion FaltPendler

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Die Redaktion von FaltPendler bereitet Wissen rund um Gepäcklösungen, Transporttaschen und kompaktes Alltags-Zubehör für das Pendeln mit dem Faltrad, Transporttaschen, Schutzhüllen & Tragegurte, Gepäckträger- & Lenkertaschen für Kompakträder verständlich auf.

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